Singakademie Wernigerode

Die ersten Anfänge einer städtischen Singakademie reichen bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Eine Neugründung als Wernigeröder Singakademie erfolgte durch den Gründer und langjährigen Leiter des Rundfunk-Jugendchores Prof. Dr. Friedrich Krell und wurde mit einer Aufführung von Händels „Acis und Galatea“ am 17. Juni 1988 feierlich begangen.


Heute ist die Wernigeröder Singakademie einer der größten Konzertchöre der Region. Im Laufe der Jahre entwickelte sich eine feste und äußerst fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode und dessen Leiter MD Christian Fitzner, von der zahlreiche Oratorienaufführungen, darunter „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn sowie Carl Orffs „Carmina Burana“ zeugen.

Darüber hinaus ist die Wernigeröder Singakademie bei den jährlich stattfindenen Schlossfestspielen immer wieder auf der Bühne zu erleben, so z. B. in Mozarts "Entführung aus dem Serail“ (2000), Lortzings „Zar und Zimmermann“ (2004) sowie " Der Wildschütz" (2010), Smetanas "Die verkaufte Braut" (2014) und Webers "Der Freischütz" (2016), um nur einige zu nennen.


Weitere Auftrittsmöglichkeiten boten die Gemeinschaftskonzerte mit dem Chor und Orchester  des Nordharzer Städtebundtheaters, zum Beispiel auf der Westerburg oder im Harzer Bergtheater in Thale. Hinzu kamen Konzerte mit anderen Chören und Ensembles wie in Ferropolis, Hannover, Magdeburg, Halle, Goslar und Dresden.


Nachdem Friedrich Krell in seinen wohlverdienten Ruhestand trat, wurde die Singakademie im Jahre 2009 von dem jungen Chorleiter Arvid Heubner geleitet. Neben der Aufführung von Felix Mendelssohn Bartholdys “Walpurgisnacht” erklang unter seiner Leitung “Das Lied von der Glocke” des Gothaer Hofkapellmeisters Andreas Romberg.


Im Jahre 2010 übernahm José Victor López de Vergara die künstlerische Leitung des Ensembles. Unter seinem Dirigat wurden Haydns Oratorium “Die Schöpfung” sowie das Weihnachtsoratorium I-III aufgeführt. Auch übernahm er die Einstudierung der Opernchöre für die Schlossfestspiele sowie Beethovens 9. Sinfonie als Gemeinschaftsprojekt mit dem Theater Halberstadt.


Für 2011 waren erneut gemeinsame Aufführungen von Orffs „Carmina Burana“ mit dem Nordharzer Städtebundtheater im Schlosshof Blankenburg, der Westerburg und in Harzgerode geplant. Die Einstudierung übernahm noch einmal Prof. Friedrich Krell.

Am 14. Januar 2012 bildeten die Sänger/innen des Projektchores den eigenständigen Verein „Singakademie Wernigerode e.V.“, der seit 19. März 2012 gemeinnützig ist. Der Eislebenerer Chor- und Orchesterdirigent Joachim Brust übernahm die künstlerische Leitung. Durch ihn entstand eine enge Kooperation mit dem Männerchor Wippra, dem Südharzer Kirchenchor, und dem RegionalChor Lutherstadt Eisleben.

 

Zusammen mit den Partnerchören führte die Singakademie am 3. Oktober 2012 in der St. Andreaskirche in Eisleben das Oratorium „Die Festzeiten“ von Carl Loewe auf. Auf Anregung und Mitarbeit des Chorleiters Joachim Brust wurde das Notenmaterial von der Carl Loewe Gesellschaft neu bearbeitet und damit nach langer Zeit wieder  aufführbar gemacht.

 

Erstmals veranstaltete die Singakademie auch eigene Konzerte mit einem bunten Programm aus a capella Liedern und chorsinfonischen Werken.

 

2013 war für die Sängerinnen und Sänger der Singakademie Wernigerode wieder ein Jahr mit vielen interessanten Projekten. Mit dem Nordharzer Städtebundtheater sind sie nach der Walpurgisnacht“ auf „Carmina Burana“-Tournee gegangen. Bei den Wernigeröder Schlossfestspielen des PKOW (Philharmonisches Kammerorchesters Wernigerode) gehörten sie diesmal zur Festspielgemeinschaft von „Don Giovanni“. Am 3. Oktober 2013, zum tradionellen Konzert anlässlich des Tages der deutschen Einheit, gaben sie gemeinsam mit ihren Partnerchören, dem Männerchor Wippra, dem Südharzer Kirchenchor und dem Regionalchor der Lutherstadt Eisleben, Opernchöre von Wagner und Verdi zum Besten.

Auch 2014 hielt viele Höhepunkte bereit, wie die erneute Aufführung von Carl Loewes „Die Festzeiten“ zum Sachsen-Anhalt-Tag in Wernigerode gemeinsam mit den Partnerchören und dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode. Auch hatte die Singakademie wieder die Gelegenheit bei der Oper „Die verkaufte Braut“ im Rahmen der Schlossfestpiele Wernigerode mitzuwirken. Am 3. Oktober fand erneut ein Gemeinschaftskonzert aller von Herrn Dipl. Dirigent Joachim Brust geleiteten Chören in Eisleben statt. Es ertönte die 9. Sinfonie mit dem Schlusschor „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven.

 

2015 wurde zum Wernigeröder Rathausfest Georg Friedrich Händels „Acis und Galatea“ aufgeführt. Im August wirkten erneut Mitglieder der Singakademie als sanges- und bewegungsfreudiger Opernchor bei Flotows „Martha“ im Rahmen der Wernigeröder Schlossfestspiele mit. Im Oktober ging der Chor mit dem Nordharzer Städtebundtheater und Beethovens 9. Sinfonie auf „Tournee“ durch Halberstadt, Rathenau, Quedlinburg, Giffhorn und Bad Zwesten.

In das Jahr 2016 trat die Singakademie im Januar mit einem Weihnachtskonzert in Nörthen-Hardenberg ein. Zusammen mit den Nordharzer Partnerchören wurde Antonio Vivaldis „Gloria“ und Johann Sebastian Bachs „Kantate Nr. 123“ auffgeführt. Auch die Aufführungen von Andreas Rombergs „Lied von der Glocke“ (nach dem Text von Friedrich Schiller) am 19. Juni zum Wernigeröder Rathausfest und Joseph Haydns „Die Jahreszeiten“ am 31. Juli in Bad Lauterberg gestalteten diese Chöre zusammen. Erneut wurden unsere Sänger eingeladen, die Opernchöre aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber für die Wernigeröder Schlossfestspiele einzustudieren und aufzuführen. Eine konzertante Aufführung der Freischütz-Chöre fand bereits am 25. Juni auf dem Hohnehof statt. Schließlich wurde das konzertreiche Jahr am 4. Dezember mit Bachs „Weihnachtsoratorium I-III“ in Bad Sachsa abgeschlossen.

Auch das Jahr 2017 hielt viele aufregende Projekte bereit. Im August waren die Sänger der Singakademie vom Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode erneut eingeladen worden, im Rahmen der Wernigeröder Schlossfestspiele den Operchor in Charles Gounods "Margarethe" (Libretto nach Faust) zu unterstützen.

Das Gemeinschaftsprojekt mit dem Chor und Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters, bei dem die vom Publikum sehr beliebte "Carmina Burana" von Carl Orff aufgeführt wurde, war ebenfalls wieder ein Erlebnis. Am Ende des Jahres schließlich gab es für einige Mitglieder der Singakademie ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Chorleiter Joachim Brust. Sie beteiligten sich als Gastsänger an der Uraufführung seines Oratoriums "Sola Sriptura - allein die Schrift" (zu Ehren Martin Luthers) und unterstützten den Projektchor Mansfeld-Südharz.

 

2018 nimmt die Singakademie Wernigerode erstmalig an einem Mitsingkonzert teil und reist dafür Anfang Juni nach Brandenburg. Die Brandenburger Philharmoniker wollen Joseph Haydns „Schöpfung“ in der dortigen St. Katharinenkirche mit 200 Sängerinnen und Sängern auf die Bühne bringen.

Außerdem sind in diesem Jahr für die 23. Schlossfestspiele des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode vor allem die männlichen Mitglieder unseres Chores, für die Chöre in der Oper „Rigoletto“ von Guiseppe Verdi gefragt.